Das Prinzip der ewigen Kosten, oder: warum jede Ausgabe dein Einkommen verringert

Das Prinzip der ewigen Kosten, oder: warum jede Ausgabe dein Einkommen verringert

Wusstest du, dass jede deiner Ausgaben im Prinzip genauso wirkt wie eine Einkommenskürzung? Ich nenne es das Prinzip der ewigen Kosten. Wer es einmal verstanden hat, dem wird es künftig viel leichter fallen, auf unnötige Ausgaben zu verzichten und das Geld stattdessen lieber für sich arbeiten zu lassen.

Welche Option ist besser?

Stell dir vor, du benötigst ein neues Smartphone (Kosten: 600 Euro) und du hast zwei Optionen:

  1. Du kaufst das Smartphone für den einmaligen Preis von 600 Euro.
  2. Du bezahlst jeden Monat 2 Euro, und zwar bis an dein Lebensende.

Welche der beiden Optionen würdest du wählen? Das Kuriose ist: Beide Optionen sind im Prinzip gleichwertig! Das gilt nicht nur für Smartphones, sondern für jede beliebige Geldausgabe. Jeder ausgegebene Euro lässt sich im Prinzip wie eine dauerhafte Belastung betrachten. Der Grund: Statt 600 Euro auszugeben, hättest du sie auch investieren und so für dich arbeiten lassen können.

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Ausgaben sind gleichwertig mit entgangenem Einkommen

Denn nach der berühmten sogenannten 4-Prozent-Regel lassen sich langfristig gesehen mit jedem Geldbetrag problemlos und ohne Aufwand 4 Prozent Rendite erwirtschaften. 600 Euro, langfristig in ETFs investiert, erwirtschaften so durchschnittlich 4 Prozent Rendite oder 24 Euro pro Jahr, durch den Zinseszinseffekt sind es sogar noch mehr.

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Indem du den gleichen Betrag aber ausgibst, entgehen dir diese 24 Euro aufwandsloses Einkommen pro Jahr (bzw. 2 Euro pro Monat). Dein mögliches Einkommen schrumpft um 2 Euro pro Monat. Besonders tragisch: Das gilt für jedes weitere Smartphone, das du dir jemals kaufen wirst, sowie auch für jeden Fernseher, jedes Auto, jedes Kleidungsstück …

Jede Ausgabe lässt sich mit der 4-Prozent-Regel in ein entsprechendes entgangenes passives Einkommen umrechnen.

Geld für sich arbeiten lassen

Mit diesem neuen Blickwinkel bekommt jeder Euro eine ganz neue Bedeutung für den minimalistischen, vielleicht sogar frugalistischen Lebensstil:

  • 1 Euro, profitabel investiert, erwirtschaftet jedes Jahr ein Einkommen von 4 Cent.
  • 1.000 Euro erwirtschaften pro Jahr 40 Euro.
  • 100.000 Euro erwirtschaften pro Jahr 4.000 Euro.

Dank Zinseszins beschleunigt sich diese Entwicklung mit der Zeit von selbst! Denn wenn du die erwirtschaftete Rendite nicht ausgibst, sondern wieder investierst, wächst das vorhandene Kapital ganz von allein immer weiter, (wenn auch leicht) exponentiell an.

Vielleicht hilft dir diese neue Betrachtungsweise, deine Ausgabeentscheidungen künftig noch bewusster zu treffen und mehr Geld in sinnvolle Investitionen zu stecken, statt sie in ewige Kosten zu verwandeln – und seien es auch nur ein paar Euro.

Hat dir dieser Beitrag geholfen, und hast du vielleicht sogar noch hilfreiche Ergänzungen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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