Aufschieberitis - klingt fast wie eine Krankheit, oder? Aber mal Hand aufs Herz, wer kennt das nicht? Das schmutzige Geschirr t├╝rmt sich, die W├Ąsche bildet einen Berg, und die To-do-Liste im B├╝ro wird einfach nicht k├╝rzer. Warum also heute alles erledigen, wenn doch morgen auch noch ein Tag ist, richtig?

Warum wir unter Aufschieberitis leiden und was dagegen hilft

Aufschieberitis (auch Prokrastination genannt) – klingt fast wie eine Krankheit, oder? Aber mal Hand aufs Herz, wer kennt das nicht? Das schmutzige Geschirr t├╝rmt sich, die W├Ąsche bildet einen Berg, und die To-do-Liste im B├╝ro wird immer l├Ąnger. Warum also heute alles erledigen, wenn doch morgen auch noch ein Tag ist?

Prokrastination kann unser Leben erheblich beeintr├Ąchtigen. In diesem Artikel findest du sieben eindeutige Warnzeichen daf├╝r, dass du wom├Âglich von der gef├╝rchteten Aufschieberitis befallen bist. Sobald du die Anzeichen fr├╝hzeitig erkennst und wei├čt, was dagegen hilft, wirst du deine Ziele auch erreichen.

Du kannst dich nicht entscheiden

Grunds├Ątzlich lassen sich 2 Charaktertypen unterscheiden. Zum einen die Maximiererin, die immer die beste Wahl treffen m├Âchte. Sie verbringt Stunden damit, bei Netflix die perfekte Serie f├╝r den Abend zu suchen. Bis sie dann abbricht und todm├╝de ins Bett f├Ąllt, ohne auch nur eine Minute geguckt zu haben. Sie vergleicht viel zu lange Preise im Supermarkt und f├Ąngt zu sp├Ąt an, ihre Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen. Sie hat einfach Angst, Fehler zu machen. Maximierer k├Ânnen sich nicht entscheiden und verschieben Wichtiges auf morgen.

Auf der anderen Seite steht die Satisfiziererin. Sie nimmt das Angebot an, das gut genug ist. Sie startet heute informiert mit ihrer Geldanlage in ETFs und hat nicht den Anspruch, von Beginn an alles richtigzumachen. Sie macht, sie tut und lernt dabei.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Satisfizierer gl├╝cklicher sind als Maximierer. Sie sind sogar wohlhabender, weil sie im Durchschnitt sparsamer sind! Als Maximierer k├Ânntest du das Sparen automatisieren. Am besten am Anfang des Monats den Sparbetrag per Dauerauftrag auf das Depot ├╝berweisen.

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Du hast Angst vor deinem Erfolg

Angst vor Erfolg? Wer hat denn vor so etwas Angst? Schlie├člich will doch jeder gl├╝cklich, geliebt und kreativ sein!

Da w├╝rde uns Gay Hendriks in seinem Bestseller The Big Leap heftig widersprechen. Tats├Ąchlich sabotieren wir unbewusst unsere Beziehung, unsere Karriere, unser Verm├Âgen und sogar unsere Gesundheit, sobald wir einen gro├čartigen Erfolg feiern. Weil wir Glaubenss├Ątze verinnerlicht haben, wie: “Ich bin die gl├╝ckliche Beziehung nicht wert”. Oder: “Ich darf beruflich nicht erfolgreicher sein als mein Bruder.”

Aus diesem Dilemma gibt es einen schnellen Ausweg. Vor allem mit Achtsamkeit k├Ânnen wir diese sch├Ądlichen Denkmuster entdecken und mit positiven Affirmationen l├Âsen.

The Big Leap: Conquer Your Hidden Fear and Take Life to the Next Level

Gay Hendriks

Du m├Âchtest alles perfekt machen

Bestimmt hast du schon einmal etwas vom Pareto-Prinzip geh├Ârt. Es besagt, dass mit 20 % des Aufwands bereit 80 % des Ergebnisses erzielt werden kann. Umgekehrt besagt das Prinzip, dass nur mit einem ├╝beraus hohen Arbeitsaufwand von 80 % die letzten 20 % bis zur Perfektion erreicht werden k├Ânnen. Geniale Beispiele f├╝r das Pareto-Prinzip im Alltag kannst du hier nachlesen.

Viele sp├╝ren einen inneren Drang, nur perfekte Ergebnisse abzuliefern. Warum eigentlich? Nicht jede Aufgabe schreit nach Perfektion. Oft ist die Ursache von Perfektion die Angst vor Abweisung, Fehlern und Misserfolgen.

Wir k├Ânnen hier wohl viel von unseren Kindern lernen. Wie sie laufen lernen, das erste Mal selbst essen oder sich selbst die Schuhe zubinden. Von Perfektion ist das Ergebnis weit entfernt. Aber sie lassen sich davon nicht entmutigen. Ich denke, wir haben auch als Erwachsene noch diesen inneren Drang, etwas selbst zu machen und zu starten. Wir m├╝ssen ihn nur wieder entdecken.

Du kannst dich nicht konzentrieren

Es ist weithin bekannt, dass niemand gut im Multitasking ist. Unser Gehirn ist nicht darauf ausgelegt, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Im ├ťbrigen gilt das auch f├╝r Frauen, auch wenn einige popul├Ąre Studien das Gegenteil beweisen wollten. Mittlerweile ist das aber widerlegt.

Gleichzeitig an einer Video-Konferenz teilnehmen und eine E-Mail schreiben, klappt nicht. Du wirst dich kaum erinnern an das Gesagte und viele Tippfehler in die E-Mail einbauen. Die Aufgaben wirst du besser und in k├╝rzerer Zeit ausf├╝hren, wenn du sie hintereinander erledigst.

Wenn also wieder besonders viel ansteht, dann nimm dir eine Aufgabe nach der anderen vor. Du wirst erstaunt sein, wie gut das von der Hand geht.

Du gehst in die falsche Richtung

Simon Sinek berichtet von seiner Zeit als leitender Angestellter. Er wusste zwar genau, was er tat und wie er es tat. Doch Simon hatte keine Ahnung davon, warum er es tat. So war der Gute den ganzen Tag besch├Ąftigt mit Aufgaben, die f├╝r ihn keinen Sinn machten. Das raubt Energie. Dabei f├Ąllt so vieles leichter, wenn du dein “Warum” kennst. In seinem Buch “Frag immer erst Warum” spricht er ├╝ber seine Entdeckungsreise, von der wir viel lernen k├Ânnen.

Frag immer erst: Warum

Simon Sinek

Das “Warum” ist tats├Ąchlich schwer zu fassen. Es ist aber durchaus wert, sich dar├╝ber Gedanken zu machen. Denn hast du deine Mission einmal entdeckt, wird dir Aufschieberitis, auch unter dem Begriff Prokrastination bekannt, fremd sein. Du kennst deinen inneren Kompass, der dich in die richtige Richtung leitet. Das gibt Energie und Disziplin, selbst die gr├Â├čten Herausforderungen zu meistern.

Du l├Ąsst dir ein Hintert├╝rchen offen

Es ist der “Snooze”-Knopf am Wecker. Oder die W├Ârtchen “versuchen”, “m├Âchte”, “w├╝rde” und “k├Ânnte”, die jede Aussage etwas kleiner machen. ├ťberall verstecken wir Hintert├╝rchen, durch die wir im Ernstfall fliehen k├Ânnen. Das ist sehr bequem, nur leider auch sehr ineffektiv. Jeder Vorsatz, jedes Ziel wird durch so ein Hintert├╝rchen kleiner. Lasse sie konsequent weg. Sie wirken harmlos zu Beginn, doch tats├Ąchlich verhindern sie wahres Wachstum.

Du nimmst dir zu viel vor

Ambitionen sind etwas Gro├čartiges. Doch zu viel davon kann nach hinten losgehen. Vor allem haben Eltern w├Ąhrend Corona gelernt, dass sie nicht alles auf einmal erledigen k├Ânnen: Arbeiten, Kinderbetreuung und Haushalt gleichzeitig erledigen ist einfach viel zu viel. Jede zus├Ątzliche Aufgabe konnte das fragile System zum Einsturz bringen.

Manchmal ist ein Tag auch gut, wenn wir das N├Âtigste geschafft haben und alle Heile geblieben sind.

Es gibt einfach Zeiten, da geht alles schnell von der Hand und Tage, da braucht man Stunden f├╝r ein paar To Dos. Erlaube es dir, dann auch k├╝rzerzutreten. Du wirst dann die produktive Zeit bewusst wertsch├Ątzen.

Selbsttest Aufschieberitis

Die S├╝ddeutsche Zeitung hat einen empfehlenswerten Pers├Ânlichkeitstest. Damit findest du heraus, ob du betroffen bist oder nicht.

Fazit

Auch wenn Aufschieberitis nach einer fiesen Krankheit klingt: Sie ist heilbar! Mach dir daf├╝r deine Glaubenss├Ątze und inneren Blockaden bewusst. Vielleicht versuchst du gerade, deinen eigenen Erfolg zu sabotieren oder strebst nach Perfektion? Oder du hast dein “Warum” noch nicht gefunden und l├Ąsst dir zu viele Hintert├╝rchen offen. Es gibt zahlreiche Gr├╝nde f├╝r hartn├Ąckige Auschieberitis. Und ein einmalig gutes Medikament dagegen: Aufmerksamkeit. Welche Gedanken hast du, wenn du wieder eine Aufgabe verschiebst? Es lohnt sich, diese auch mal in Frage zu stellen. Wir m├╝ssen nicht alles glauben, was wir denken.

Was ist dein h├Ąufigster Grund f├╝r Aufschieberitis? Schreib es mir in die Kommentare! Dar├╝ber freue ich mich!

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