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Eines der höchsten Posten bei den Ausgaben – gleich nach Miete und Transport – ist einkaufen im Supermarkt. Im Durchschnitt gibt eine vierköpfige Familie dafür 600 Euro pro Monat aus. Willst du also im Alltag Geld sparen, dann ist das beim Einkaufen besonders effektiv.
Doch ein Sparen an der Qualität ist nicht der richtige Weg! Denn frisches Essen ist der Treibstoff, der die Familie gesund hält und die Stimmung hebt.
Günstig und gesund müssen sich nicht widersprechen. Mit diesen Spartipps lässt sich das gut vereinbaren.
Saisonales Obst und Gemüse kaufen
Der erste Tipp, um beim Einkaufen Geld zu sparen, klingt einfach, ist aber oft schwer umzusetzen. Kaufe saisonales Obst und Gemüse! Schließlich lieben Kinder auch im Januar Erdbeeren, wenn sie so schön rot vor ihren Augen glänzen.
Gerade diesen Moment kannst du nutzen, um Ihnen zu erklären, wie wichtig es ist, saisonal zu kaufen. Denn im Mai bis Juli schmecken die roten Beeren viel süßer und aromatischer. Noch dazu sind kurze Transportwege vom Feld in der Region zum Supermarkt gut für die Umwelt.
Ein wenig Geduld kann sich also in jeder Hinsicht lohnen. Der Verzicht für später ist eines der wichtigsten Grundlagen für das Sparen und einen guten Umgang mit Geld.
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Eine Einkaufsliste schreiben und sich daran halten
Vor dem Großeinkauf jede Woche ist es sehr hilfreich, eine Einkaufsliste zu schreiben und sich tatsächlich daranzuhalten. Am besten, du machst das gemeinsam mit deinen Kindern. Wenn auch sie mitbestimmen können, was in den Einkaufswagen gehört, sind sie hoffentlich im Supermarkt später resistent gegen Produkte, die nicht auf der Liste stehen.
An manchen Tagen wird das klappen, an anderen Tagen weniger gut. Die neuen Verpackungen auf altbekannten Lebensmitteln verführen Groß und Klein. Doch wir Eltern sind die besten Vorbilder beim bewussten Einkaufen.
Nicht hungrig einkaufen gehen
Der beste von allen Diättipps schont auch deine Brieftasche: Nicht hungrig einkaufen! Wer hungrig einkaufen geht, kauft nicht nur mehr ungesunde Snacks und Süßigkeiten, der gibt auch im Durchschnitt mehr Geld im Supermarkt aus. Aber nicht nur das!
Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass wir mit Hunger auch mehr Kleidung oder Elektronikartikel shoppen. Die Wissenschaftler der Universität von Minnesota haben in einem Experiment gezeigt, dass das Hungergefühl generell dazu führt, sich mehr Dinge aneignen zu wollen.
Daher: Hunger mag vielleicht der beste Koch sein, doch bestimmt nicht der beste Einkäufer.
Bewusster einkaufen – viele Lebensmittel werden weggeworfen
Die meisten haben schon von dem großen Ausmaß von Lebensmittelverschwendung in Deutschland gehört. Fast ein Drittel der Lebensmittel, die für Menschen produziert werden, gehen auf dem Weg vom Acker bis zum Teller verloren. Das sind über 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr!
Zumeist werden in deutschen Privathaushalten Obst und Gemüse, Reste von zubereiteten Mahlzeiten und Backwaren weggeworfen.
Vielleicht hilft es dir beim nächsten Einkauf im Supermarkt zu wissen, dass deine Familie auch mit 80 % der Lebensmittel satt wird? Wenn du weniger einkaufst, schonst du nicht nur deine Brieftasche, du verschwendest auch weniger an Lebensmittel.
Auch eine gute Lösung ist es, Backwaren, Obst, Gemüse oder Kräuter einzufrieren. Diese Methode, Lebensmittel haltbar zu machen, wird gemeinhin zu selten genutzt.
Einen Essensplan für die Woche erstellen
Wieder keine Ahnung, was du morgen für die Familie kochen sollst? Vielen geht das so. Es ist eine große Herausforderung, täglich ein ausgewogenes, gesundes und günstiges Essen zuzubereiten.
Manche Familien schwören auf Kochboxen von Hellofresh oder Marley Spoon. Diese Variante ist nicht unbedingt günstig. Doch genießen viele Familien, wie wenig Stress ihnen die Zubereitung des Essens damit macht. Auch das ist etwas wert. Zumal darfst du nicht vergessen, dass so weniger Unnötiges im Einkaufswagen landet.
Auch ohne Kochboxen ist es möglich, leckere Rezepte für die ganze Woche zu planen. Am besten einmal die Woche mit der Familie besprechen, was jeder gerne hätte.
Nutze dafür den kostenlosen Essensplaner. Dabei kannst du Reste von Mahlzeiten abends oder am nächsten Tag noch einmal frisch auftischen – vielleicht mit einer Variante? Der gedämpfte Fisch zu Mittag schmeckt beispielsweise himmlisch mit Frischkäse und Meerrettich aufs Brot zu Abend.
Vorratsgläser sammeln
Gewürze und andere lose Nahrungsmittel werden häufig in zwei Optionen im Supermarkt angeboten: Entweder einfach verpackt oder in aufwändigen Dosen und Streuern, die praktisch zum Wiederverschließen sind oder die Möglichkeit zur stufenweisen Dosierung bieten.
Es wird dich nicht überraschen, dass die Gewürze mit hochwertiger Verpackung oft doppelt so teuer sind bei gleicher Qualität. Hier lohnt es sich, wenn du zuvor Schraubgläser sammelst von Aufstrichen oder Marmeladen. Die Gläser lassen sich gut mit heißem Wasser und Natron reinigen.
Somit kannst du die günstigen Gewürze in einfacher Verpackung vom Supermarkt kaufen und diese in die vorbereiteten Gläser füllen. Dank des Schraubverschlusses bleibt das Aroma erhalten und mithilfe eines einfachen Teelöffels können Mengen ausreichend gut dosiert werden.
Dieser Tipp gilt natürlich nicht nur für Gewürze, sondern auch für Waschmittel und andere pulverförmige Produkte.
Frisch kochen
All das, was die Arbeit bei der Zubereitung von Essen erleichtern soll, kann unter Convenience-Food zusammengefasst werden. Angefangen von der fertigen Salatmischung, bis zum Soßenbinder, Instant-Gemüsefond oder der Fertig-Pizza.
Klar hat es einige Vorteile, wenn du diese Produkte verwendest. Allen voran die Zeitersparnis. Auch gehen die Anbieter mit der Zeit und bieten Bio-Varianten an.
Was dabei zu beachten ist: Diese Convenience-Produkte erzeugen nicht nur mehr Abfall. Sie kosten auch viel mehr: Die Portionen sind nur für eine Mahlzeit gedacht. Ein Einfrieren oder Wiederaufwärmen klappt zumeist nicht.
Bewusster Fleisch oder Fisch konsumieren
Wenn du für deine Familie ausschließlich Bioprodukte zubereiten möchtest, ist das eine gute Entscheidung. Doch Qualität hat ihren Preis. Besonders Fleisch und Fisch in Bioqualität sind vergleichsweise teuer.
Hier ist es sinnvoll, lieber etwas weniger oft Fleisch oder Fisch auf den Speiseplan zu setzen. Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. ist es vollkommen ausreichend, einmal die Woche Fisch zu essen und maximal 300 g-600 g Fleisch pro Woche pro Person. Diese Mengenangabe inkludiert selbstverständlich auch Frühstück und Abendessen. Zum Vergleich: Ein normales Wiener Würstchen hat 70 g Fleisch.
Bück- und Streckware in den Einkaufsregalen genauer ansehen
Die Supermärkte machen es uns mit dem Sparen nicht einfach. Die Musik im Hintergrund lädt ein, etwas länger zu bleiben und mehr zu konsumieren als geplant. Und Produkte, die bequem zu greifen sind, sind besonders teuer. Wir Käufer können sparen, wenn wir die Lebensmittel ganz oben oder unten im Regal genauer ansehen.
Die Supermärkte verstecken die Artikel verständlicherweise, denn damit können sie weniger verdienen.
Am besten den Preis auf 1 kg oder 100 g hochrechnen und vergleichen. Schließlich ist es vorgeschrieben, dass die Kosten pro Menge transparent aufgeschlüsselt werden.
Beim Discounter Preise vergleichen
Nicht immer sind Rabatte die beste Idee, Geld zu sparen. Oft verleiten sie, mehr zu kaufen als eigentlich geplant. Das Wichtigste ist daher, einen Wochenplan zu erstellen und danach einzukaufen: Kein Rabatt ist höher als nicht ausgegebenes Geld, nämlich satte 100 %!
Wenn du jedoch den Wocheneinkauf planst, kann es sich unter Umständen lohnen, die Posteinwürfe oder Websites von Discountern zu überprüfen und Preise zu vergleichen.
Geld investieren – nicht horten
Werden alle Tipps befolgt, ist es durchaus möglich, über 200 Euro pro Monat zu sparen bei den Lebensmitteln und dich und deine Familie gesund zu ernähren. Schon kleine Beträge kannst du in ETFs investieren.
Auch im Haushalt oder bei der Körperpflege von Kindern lässt sich viel Geld sparen, dabei die Umwelt schützen und gesund leben. Das ist alles kein Widerspruch.
Wie sparst du Geld beim Einkaufen? Habe ich auf einen wichtigen Tipp vergessen? Ich freue mich auf deinen Kommentar.
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