Was hat Bitcoin mit Minimalismus zu tun? In diesem Beitrag erklären wir, warum Bitcoin ein besonders gutes Sparinstrument für Minimalisten ist!

Was hat Bitcoin mit Minimalismus zu tun?

Oft werde ich gefragt, warum ich mich als Minimalist für Bitcoin interessiere. Wie passt das zusammen? Bitcoin ist doch nur ein Hype, Crypto ist überwiegend Betrug und überhaupt, wer braucht sowas?

Dabei passt die Idee vom freien Geld, ohne Inflation und staatlichen Einfluss, sogar sehr gut zu einer minimalistischen Lebensweise und finanzieller Freiheit. Denn verborgen und stetig wachsend gibt es eine große Anzahl von Menschen, die mit Bitcoin minimalistisch leben.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, warum Bitcoin ein sinnvolles Investment sein kann. Wobei “investieren” grundsätzlich das falsche Wort ist. Denn Bitcoin hat viel mehr mit Omas Sparbuch gemein als mit einem modernen Aktiendepot. 

Was ist Minimalisten wichtig?

Minimalisten reduzieren Ballast, um Lebensqualität zu maximieren. 

Weniger Konsum und Verschwendung. Weniger Zeitfresser wie Soziale Medien und Fernsehen. Dafür mehr Fokus auf Gesundheit, Zeit mit der Familie und Freunden, Achtsamkeit und persönliches Wachstum.

Du fragst dich, warum Bitcoin in diesem Zusammenhang interessant ist? Dazu kommen wir gleich, lass uns aber kurz einen Schritt zurückgehen und differenzieren, warum Menschen überhaupt sparen. 

Warum sparen wir?

Für viele Minimalisten ist es wichtig, Kosten zu reduzieren und Geld im Alltag zu sparen.

Die einen schaffen sich so den Freiraum, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. 

Andere wollen das eingesparte Geld ansparen, um es in ihre Zukunft zu investieren. Sie speichern sozusagen einen Teil ihrer heutigen Energie und Zeit für mehr finanzielle Freiheit in der Zukunft. 

Manche Menschen setzen sich sogar das Ziel, so viel anzusparen und zu investieren, dass sie gar nicht mehr fremdbestimmt arbeiten müssen. Also frühzeitig in Rente gehen können. Ein anderer Begriff dafür ist Frugalismus.

Dabei ist Sparen und Investieren leichter gesagt als getan!

Lies weiter, um zu erfahren, warum das so ist und wie Bitcoin helfen kann.

Warum ist Sparen so schwer?

Früher war Sparen deutlich einfacher. Nicht sofort benötigtes Geld kam ins Sparschwein, oder noch besser aufs Sparbuch! Dafür gab es ein paar Prozent Zinsen. Mit dem Zinseszins-Effekt konnten geduldige Sparer risikoarm ein Vermögen aufbauen.

Durch die andauernde und sogar steigende Inflation ist es spätestens seit der Jahrtausendwende nicht mehr möglich, mit Zinsen Vermögen aufzubauen. Im Gegenteil, wer Geld auf dem Sparbuch oder Girokonto hat, muss zusehen, wie die Kaufkraft des mühsam Ersparten immer mehr dahinschmilzt.

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Jeder angesparte Euro repräsentiert Lebenszeit und Energie. Das sind die beiden Dinge, die für alle von uns endlich sind. Ziemlich schmerzlich, sie dahinschmelzen zu sehen, oder?

Das bedeutet, dass die klassischen Sparmethoden nicht mehr funktionieren – weder das Geld unter dem Kopfkissen, noch das Tagesgeldkonto. Auch vermeintlich risikofreie Staatsanleihen können den Kaufkraftverlust nur selten ausgleichen.

Ein möglicher Ausweg ist Investieren. Die Geldanlagen in Immobilien oder Aktien versprechen eine Rendite, die die Inflation schlägt und so den Vermögensaufbau ermöglicht. 

Versteh mich nicht falsch, ich glaube, dass dies durchaus möglich ist! Ich selbst investiere auch einen Teil meines Ersparten in Aktien. Allerdings würde ich diesen Teil meines Lebens bei weitem nicht mit dem Begriff “Minimalismus” in Verbindung bringen. Es bedarf Recherche, Lernen und regelmäßiges Beobachten des Marktes. Mir bereitet das Freude, für viele Menschen ist es entweder langweilig und müßig oder sorgt für Stress. 

Eine Methode, den Arbeitsaufwand beim langfristigen Vermögensaufbau zu minimieren, ist das Investieren in weit gestreute Aktien-ETFs.

Willst du sparen, investieren oder spekulieren?

Wenn die Zeit für finanzielle Bildung und bewusste Risikoanalyse fehlt, wird Investieren zu Spekulieren. Der Wunsch, die Inflation zu schlagen und die Kaufkraft zu erhalten, führt dazu, dass mühsam Erspartes wie im Casino verwettet wird. 

So werden aus Sparern und Investoren Spekulanten, die viel riskieren, aber nur minimale Aussicht auf Rendite haben. Denn ohne es zu wissen, handelt man an der Börse mit (oder gegen) zig Tausenden hochprofessionellen Akteuren, die über unendlich viel mehr Informationen verfügen, als man selbst hat, und gegen die man eigentlich nur verlieren kann. Somit eignet sich Investieren ohne näheres Wissen auch nur bedingt, um die Geldentwertung durch Inflation zu vermeiden.

Erkennst du einen Trend? 

Es geht immer wieder um Inflation und schwindende Kaufkraft.

Lies weiter, um herauszufinden, wie Bitcoin hier Abhilfe schaffen kann. Zuerst aber ein kurzer Exkurs zum Thema Inflation.

Was ist Inflation?

Es gibt unterschiedliche Betrachtungen für Inflation und ich möchte hier nicht zu technisch werden. Aber es gibt im Grunde zwei Trends, die miteinander ringen:

Technologischer Fortschritt und Effizienzsteigerungen:

  • Dein Smartphone in der Hosentasche ist heute um ein Vielfaches leistungsfähiger als ein Supercomputer es in den 80er Jahren war. 
  • Bis zu 90 % weniger Energie wird mit einer LED-Birne verbraucht, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen wie mit einer Glühlampe.

Versus: 

Ausweitung der Geldmenge:

Wenn die Anzahl der Euro und Dollar langsamer wächst, als der Wert der erzeugten Güter und Dienstleistungen, sinken die Preise.

Steigt die Menge der Geldeinheiten schneller als die Leistung der Wirtschaft, dann steigen die Preise.

Der zweite Fall (Inflation) ist heute Standard und sogar erklärtes Ziel der Zentralbanken. Deshalb sind Investoren immer mehr versucht, immer größere Risiken einzugehen, um ihre Kaufkraft zu erhalten oder Renditeziele zu erreichen. Die Inflation macht Sparer und Investoren zu Spekulanten!

Das ist natürlich grob vereinfacht ausgedrückt und die Trends sind auch nicht gleichmäßig verteilt. So war die Inflation in den vergangenen Jahren eher in Immobilien zu sehen und erst kürzlich verstärkt in Dingen des alltäglichen Gebrauchs. 

Der Mechanismus ist allerdings immer derselbe. Durch die Ausweitung der Geldmenge gibt es mehr Angebot an Euros und Dollar und die Preise steigen. 

Leider können wir uns nicht einfach darauf verlassen, dass die Anzahl der Geldscheine (physisch oder virtuell) konstant bleibt oder zumindest auf eine berechenbare Weise steigt. 

Das offizielle Ziel der großen Zentralbanken dieser Welt, ist es die Teuerungsrate bei circa 2 % zu halten. Nicht die Geldmenge soll um 2 % steigen, sondern das allgemeine Preisgefüge.

Das heißt, alle Kostenvorteile von Innovation in Technologie und Effizienzsteigerung sollen neutralisiert werden und zusätzlich die Preise noch um weitere 2 % steigen. Jedes Jahr! 

Selbst dies wird jedoch durch Wirtschaftskrisen, Bankenrettung, Sondervermögen, Rentenkrise und Ähnliches torpediert und die Geldmenge wird mit jeder Notlage ausgeweitet.

Auf Kosten derjenigen, die sparen und für die Zukunft planen wollen.

Der Inflation entkommen, aber wie?

Was also, wenn: 

  • Sparen nicht möglich ist?
  • Für Investieren die Zeit, Erfahrung und Kentniss fehlt?
  • Spekulieren sich nicht lohnt?

Es fehlt an einfachen Sparinstrumenten, um Geld ohne Kaufkraftverlust in die Zukunft zu “retten” und so unsere Lebenszeit und Energie zu konservieren.

Über viele Jahre waren Edelmetalle die einzige Alternative für Sparer, um Geld vor der Inflation zu bewahren. Insbesondere Gold ist seit Jahrtausenden ein beliebtes Instrument zum Sparen. 

Goldbarren oder Münzen

Der Kauf von Gold ist besonders bei einem längeren Sparhorizont interessant, denn aktuell sind in Deutschland Veräußerungsgewinne aus Gold & Co. (in Euro berechnet) nach 12 Monaten steuerfrei.

Allerdings haben Edelmetalle zwei Nachteile:

  • Sie müssen sicher gelagert werden – entweder daheim oder im Schließfach, welches regelmäßig Kosten verursacht.
  • Je kleiner der zu sparende Betrag ist, desto teurer ist der Aufschlag für Gold. Sparen in Silber wird in Deutschland durch die anfallende Mehrwertsteuer erschwert. 

Das sind nur zwei der Gründe, weshalb Bitcoin ein besserer Weg zum Sparen für Minimalisten ist!

Sparen in Bitcoin

Bitcoin ist eine relativ junge Technologie und Währung, die erst seit 2009 existiert. Für viele Menschen steht aber schon jetzt fest, dass es das ideale Instrument zum Sparen ist.

Denn Bitcoin eliminiert viele der zuvor geschilderten Nachteile anderer Anlageformen:

  • Es ist mathematisch garantiert, dass es nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben wird. Somit findet keine künstliche Entwertung durch neu gedruckte Geldeinheiten statt. 
  • Jeder kann mit Kleinstbeträgen sparen, zum Beispiel mit einem monatlichen Sparplan von 10 €. Das mag überraschen, wenn ein Bitcoin mehrere tausend Euro kostet. Jedoch ist jeder Bitcoin in 100.000.000 Satoshis unterteilt.
  • Es braucht keinen Tresor, um die Bitcoin aufzubewahren. Im einfachsten Fall reicht dafür eine App, und selbst für große Beträge genügen 12 Wörter als Passwort.

Mit einem regelmäßigen Sparplan werden jeden Monat Satoshis auf meinem Bitcoin-Konto gutgeschrieben. Ich brauche mir keine Sorgen über Entwertung durch Gelddrucken oder Zinsanpassungen zu machen.

Darüber hinaus hat Bitcoin den Vorteil, dass es erst am Anfang steht, eine weithin akzeptierte Währung zu werden. Der Buchautor Vijay Boyapati beschreibt den Prozess, wie etwas zu Geld wird, in vier aufeinanderfolgenden Phasen:

  • Sammelstück – zum Beispiel wurden in vielen Kulturen Muscheln und Perlen gesammelt, bevor Sie Wertaufbewahrungs- oder Tauschmittel wurden.
  • Wertaufbewahrungsmittel – In dieser Phase sind aktuell Gold, Silber und Bitcoin. 
  • Tauschmittel – Hierfür werden aktuell noch staatliche Währungen wie Euro und Dollar bevorzugt.
  • Rechnungseinheit – Auch hierfür werden aktuell Fiatwährungen genutzt. 

Im Auge des Bullen – Das Argument für Bitcoin: Warum sich Bitcoin als neues Geldsystem durchsetzen könnte

Vijay Boyapati

Bitcoin ist pures Geld. Ein Protokoll, über das Waren und Dienstleistungen getauscht werden können, ohne Umwege oder Mittelsmänner. 

Ein Geld, das nicht manipulierbar und nicht zensierbar ist. 

Einfach, ehrlich, geradlinig.

Wie viel sollte ich in Bitcoin sparen?

Diese Frage kann nur jeder selbst für sich beantworten. Tatsache ist aber, dass immer mehr Anlage-Spezialisten Bitcoin als Bestandteil im Portfolio empfehlen.

Diese drei Aspekte sind für eine Entscheidung ausschlaggebend:

  1. Zeit
  2. Wissen
  3. Volatilität 

Da Bitcoin bisher immer einem Vierjahreszyklus unterlag, würde ich persönlich nur das Geld in Bitcoin sparen, was man mindestens vier Jahre lang nicht braucht.

Das heißt, der Notgroschen und Geld, das für demnächst anstehende Ausgaben benötigt wird, ist besser auf dem Tagesgeldkonto aufbewahrt. Aber Mittel, die erst in mehreren Jahren benötigt werden, spare ich in Bitcoin.

Die zweite Komponente für ein sinnvolles Investment ist das Verständnis von Bitcoin. Eine alte Investoren-Weisheit lautet: Investiere nur in das, was du auch verstehst. Ähnlich sehe ich das mit Bitcoin. Ich bin der Meinung, dass jeder mindestens ein paar Satoshis haben sollte. Noch viel wichtiger ist aber das Verständnis davon, was Bitcoin ist und wie es funktioniert. Diese Bücher geben einen Einblick:

Die orange Pille: Warum Bitcoin weit mehr als nur ein neues Geld ist

Ijoma Mangold

Der Bitcoin-Standard: Die dezentrale Alternative zum Zentralbankensystem

Saifedean Ammous

Alternativ höre dir diese Podcastfolge an:

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Mehr Informationen

Der dritte Aspekt bei der Überlegung, ob und wie viel man in Bitcoin investieren möchte, ist Bitcoins starke Volatilität. Um ruhig schlafen zu können, habe ich einen regelmäßigen Sparplan mit einem festen Eurobetrag. So freue ich mich, wenn der Bitcoinkurs steigt und der Wert meiner Satoshis zunimmt. Wenn der Kurs aber fällt, bewahre ich die Nerven, da ich nun für denselben Betrag jede Woche mehr Satoshis erhalte.

Insgesamt kann ich mit meinem Bitcoin-Sparplan ruhig schlafen und meine Zeit und Energie meiner Familie, meinen Freunden und Hobbies widmen. Ohne dass ich mir immer wieder Sorgen, um die Kaufkraft meiner Ersparnisse machen muss. 

Wie siehst du das? Ist Bitcoin auch für dich ein Sparinstrument? Oder hast du Fragen zu dem Thema? Dann hinterlasse uns unten einen Kommentar!

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