Wie viel ist dein Geld nach X Jahren wert? Mit dem Inflationsrechner Inflation, Kaufkraftverlust und Realwert berechnen und Anlagen bewerten.

Inflationsrechner: Kaufkraftverlust und Inflation berechnen

Mit dem Inflationsrechner kannst du die Auswirkung der Geldentwertung durch Inflation sichtbar machen: Um so viel schwindet der Wert des Geldes (Realwert) bzw. die Kaufkraft bei gegebener Zeitdauer und Inflationsrate.

Im Jahr 2022 betrug die Inflation beispielsweise satte 6,9 %. Das bedeutet: Jeder Euro war gemessen an seiner Kaufkraft 6,9 % weniger wert als im Vorjahr. Diesen Kaufkraftverlust bemerken wir an steigenden Preisen für alles Mögliche: Strom, Kraftstoff, die Miete der den täglichen Einkauf. Sofern das Einkommen nicht im gleichen Maß steigt, können wir uns durch Inflation mit der Zeit immer weniger leisten. Und weil der Zinseszinseffekt umgekehrt auch für die Inflation gilt, sinkt der Realwert eines Geldvermögens über längere Zeiträume dramatisch.

Dank eines minimalistischen Lebensstils (Was ist Minimalismus?) und bewusstem Sparen im Alltag sind Minimalisten schon mal weniger von Inflation betroffen. Weiter unten erfährst du, was du noch gegen die Auswirkungen der Inflation tun kannst.

Hier findest du alle Finanzrechner.

Inflationsrechner

Wie kann man Inflation vermeiden?

Komplett vermeiden lässt sich Inflation leider nicht. Es gibt aber einige Strategien und Wege, um die Auswirkungen der Inflation zu mildern oder zu umgehen.

✔️ Gehaltsverhandlung: Wenn du angestellt bist und ein Gehalt beziehst, hast du die Möglichkeit, über eine Gehaltserhöhung zu verhandeln. Das ist besonders in Zeiten hoher Inflation eine gute Idee und die Erfolgsaussichten sind gut. Solange die Firma, bei der du arbeitest, nicht selbst stark unter der Inflation leidet.

Wichtig: Inflation allein ist kein gutes Argument für mehr Gehalt. Darum sollte man immer weitere gute Argumente für die Gehaltserhöhung in der Hand haben.

✔️ Investieren in Sachwerte: Inflation bedeutet, dass das Geld an Wert verliert. Im Umkehrschluss steigen gleichzeitig die Preise für Sachwerte wie Immobilien, Edelmetalle (Gold, Silber) oder Aktien von Unternehmen, die während Inflationszeiten wachsen können.

Darum ist es eine gute Idee, Vermögen nicht einfach auf dem Konto oder Sparbuch liegen zu lassen. Investiere es stattdessen sinnvoll (einfach und minimalistisch geht das mit ETFs) und lass das Geld so gleichzeitig für dich arbeiten für mehr finanzielle Freiheit.

Für den Notgroschen und andere Beträge, die man in bar aufbewahren möchte, empfiehlt sich die Anlage auf einem Tagesgeldkonto oder etwas längerfristig mit Festgeld.

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✔️ Diversifikation des Portfolios: Eine breite Streuung des Portfolios auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien kann helfen, das Risiko von Verlusten aufgrund der Inflation zu verringern. Das geht auch mit der richtigen ETF-Portfolio-Strategie.

✔️ Schulden abbauen: Auf den ersten Blick ist Inflation bei vorhandenen Schulden etwas Gutes, weil auch der Realwert der Schulden sinkt. Das ist aber nur dann wahr, wenn man gleichzeitig sein Einkommen steigern kann.

Hohe Schulden können während der Inflation problematisch sein, da auch die Zinsen steigen können. Das ist einer der Gründe, warum Annuitätendarlehen (hier geht’s zum Kreditrechner) für langfristige Finanzierung von Immobilien beliebt sind.

✔️ Anpassung des Lebensstils: Die Anpassung des Lebensstils und die Reduzierung von unnötigen Ausgaben helfen, den finanziellen Druck durch Inflation zu mildern. Dieser Weg ist für Minimalisten oft besonders leicht umzusetzen – zum Beispiel mit diesen Spartipps für die ganze Familie.

✔️ Erhöhung des Einkommens: Mehr Einkommen wirkt der Inflation entgegen. Dafür musst du nicht gleich einen Zweitjob annehmen oder Überstunden schrubben. Wie wäre es, wenn du mit diesen Ideen dein Hobby zum Nebenjob machst und so mit der schönsten Nebensache deines Lebens auch noch Geld verdienst?

✔️ Anlage in Bitcoin: Die Kryptowährung Bitcoin ist so konstruiert, dass sie keiner Inflation unterliegt. Denn anders als bei konventionellem Geld wie dem Euro ist es bei Bitcoin nicht möglich, immer neues Geld (z. B. durch Kredite) aus dem “Nichts” zu erschaffen. Die Gesamtzahl aller Bitcoins ist durch den Algorithmus streng limitiert auf rund 21 Mio. Einheiten.

Die Inflationssicherheit ist einer der Gründe, warum der Bitcoin seit seiner Einführung im Kurs so rasant gestiegen ist. Für die meisten Anlageberater gehört die inflationssichere Kryptowährung deshalb heute zumindest zu einem gewissen Prozentsatz ins Portfolio. Hier erfährst du mehr dazu, warum das so ist und was Bitcoin mit Minimalismus zu tun hat.

✔️ Anlage in internationale Währungen: Je nach Geldpolitik sind unterschiedliche Währungen unterschiedlich stark von Inflation betroffen. Beispielsweise ist die Geldentwertung in der Schweiz viel geringer als im Euroraum, in vielen Jahren sogar negativ (Deflation). Darum kann die Diversifizierung in verschiedene Währungen helfen, das Risiko einer Währungsabwertung zu reduzieren.

Dass der Schweizer Franken das bessere Geld ist verglichen mit dem Euro, sieht man auch daran, dass sein Kurs seit über 30 Jahren fast durchgängig steigt.

Wichtig: Investitionen sind immer mit Risiko verbunden. Informiere dich daher gründlich und investiere nur in etwas, das du auch gut verstehst.

Hat dir der Inflationsrechner geholfen? Und was sind deine Strategien, um der ständigen Teuerung wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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