Sparen wird immer weniger attraktiv. Die niedrigen Zinsen am Konto können den Wertverlust des Geldes kaum bremsen. Wenn du dein Geld sicher und erfolgreich anlegen willst, gibt es andere Möglichkeiten. Egal, ob du fĂŒr deine Altersvorsorge sparst oder ein anderes finanzielles Ziel vor Augen hast. In diesem Artikel erfĂ€hrst du, wie du mit der richtigen Strategie langfristig fĂŒr die Zukunft vorsorgen kannst. Dabei ist die Geldanlage pflegeleicht und passt zu deinem minimalistischen Lebensstil.

Geld anlegen: Wie du einfach und sicher startest

Sparen verliert immer mehr an AttraktivitÀt. Die niedrigen Zinsen am Konto können den Wertverlust des Geldes kaum bremsen. Wie soll man da als Minimalist noch effektiv an der finanziellen Freiheit arbeiten? Wenn du dein Geld anlegen willst, gibt es bessere Möglichkeiten.

Egal, ob du fĂŒr deine Altersvorsorge sparst oder ein anderes finanzielles Ziel vor Augen hast. In diesem Artikel erfĂ€hrst du, wie du mit der richtigen Strategie langfristig auf die Überholspur des Vermögensaufbaus wechselst. Dabei ist die Geldanlage in Eigenregie pflegeleicht und rentabel. Ganz ohne teuren Finanzberater.

Zuerst klare Ziele definieren

Bevor du dein Geld anlegst, ist es sinnvoll, klare finanzielle Ziele zu setzen. Stell dir die Frage: Was möchte ich mit meinem Geld erreichen? Sind es langfristige Ziele wie die Altersvorsorge oder das Sparen fĂŒr ein Eigenheim? Oder ist dein Fokus eher auf kurzfristige Erfolge gerichtet? Die Antwort darauf beeinflusst ganz erheblich die Rendite, die du erhĂ€ltst. Je lĂ€nger du auf dein Geld verzichten kannst, desto höher wird die Belohnung in Form einer guten Rendite sein.

Ein interessanter Ansatz, den Frugalisten verfolgen, ist die Suche nach finanzieller UnabhĂ€ngigkeit statt nach Reichtum oder Wohlstand im herkömmlichen Sinne. Ihr Ziel ist nicht, besonders reich zu sein, um Geld auszugeben, sondern vielmehr, einen ausreichend großen finanziellen Polster zu schaffen, um unabhĂ€ngig zu sein und das zu tun, was sie wirklich wollen.

Die Grundlage fĂŒr die Verwirklichung dieser Ziele ist oft ein gut gefĂŒhrtes Haushaltsbuch. Dieses ermöglicht nicht nur eine genaue Analyse der Einnahmen und Ausgaben, sondern dient auch zur Budgetierung.

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Schulden vollstÀndig tilgen

Der entscheidende nĂ€chste Schritt, bevor du Geld sicher anlegst, ist die konsequente Tilgung von Verbindlichkeiten. Hierbei geht es nicht nur um klassische Schulden wie Konsumkredite, sondern auch um den Leasingvertrag fĂŒrs Auto und Immobilienkredite. Oftmals zögern gerade Gutverdienende, diesen Schritt zu gehen, da sie ihr Geld lieber investieren möchten, anstatt ihren Hypothekenkredit abzubezahlen.

Dennoch ist die Tilgung von Schulden eine der renditestĂ€rksten Entscheidungen, die du fĂŒr deine finanzielle Gesundheit treffen kannst. Es bedeutet nicht nur, Zinsen zu sparen, die an Banken gehen, sondern bietet auch eine garantierte Rendite – und das ohne das kurzfristige Auf- und Ab, das mit den anderen Anlageformen einhergeht.

Hast du alle Schulden getilgt, sorge fĂŒr einen ausreichend hohen Notgroschen fĂŒr unerwartete Ereignisse, wie eine kaputte Waschmaschine. FĂŒr gewöhnlich ist der 3-6 mal so hoch wie dein monatliches Nettoeinkommen.

Welche Geldanlage ist am besten?

Nachdem du ein klares Ziel hast, deine Schulden getilgt sind und du einen Notgroschen auf dem Konto hast, stellt sich die entscheidende Frage: Welche Geldanlage ist am besten, besonders wenn du ein langfristiges Ziel ĂŒber 15 Jahre oder mehr verfolgst?

In solchen FĂ€llen ist eine renditestarke Anlage zentral, um den Wertverlust des Ersparten auszugleichen. Das soll diese Grafik verdeutlichen:

Illustration: happyminimalist.net; Im Rechenbeispiel 10.000 Euro Spareinlagen ĂŒber 5, 10, 20 und 30 Jahre, Aktienrendite weltweit 5,2 %, Verzinsung der Spareinlage 0,5 %

Geld anlegen mit Aktien

Aktien haben sich ĂŒber die letzten 120 Jahre als die rentabelste Anlageklasse erwiesen, mit einer durchschnittlichen realen Rendite von etwa 5 % pro Jahr, also inklusive Inflation.

Das Risiko kann durch breite Streuung und regelmĂ€ĂŸige SparplĂ€ne minimiert werden, wodurch Investoren nicht auf Regionen, Branchen oder Zeitpunkte (Market Timing) setzen. KostengĂŒnstig und auch fĂŒr kleines Budget klappt das mit Aktien-ETFs.

Aktien gelten als Sondervermögen. Falls dein Broker oder deine Bank insolvent wird, bist du vor einem Zugriff der GlĂ€ubiger geschĂŒtzt.

Gold als Geldanlage

Gold bleibt fĂŒr viele eine feste GrĂ¶ĂŸe im Anlageportfolio, da es ĂŒber Jahrtausende seinen Wert bewahrt hat. Obwohl die Rendite im Vergleich zu Aktien geringer ist, betrachten viele Investoren es als wichtige Beimischung und Absicherung.

Gold ist nicht vor Schwankungen geschĂŒtzt. Von 2011 – 2013 musste ein Goldanleger einen Wertverlust von ĂŒber 29 % verkraften. Langfristig ist Gold jedoch ein guter Inflationsschutz.

Rohstoffe im Portfolio?

Rohstoffe wie Rohöl, Metalle und Lebensmittel stellen eine Anlageoption dar. Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, da sie als robust gegenĂŒber Krisen gelten.

Allerdings ist zu beachten, dass der Markt fĂŒr Rohstoffe vergleichsweise klein ist, was zu erhöhter VolatilitĂ€t fĂŒhren kann. Historisch betrachtet ist die Rendite begrenzt, und du solltest sorgfĂ€ltig abwĂ€gen, ob die Vorteile der Diversifikation durch Rohstoffe die geringere Rendite rechtfertigen.

Bei der Bewertung der verschiedenen Geldanlagen hat mir dieses Buch sehr geholfen:

SouverĂ€n investieren fĂŒr Einsteiger. Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden

Dr. Gerd Kommer

Das Hörbuch empfehlen wir nicht, da es aufgrund der Tabellen & Zahlen schwer zu verstehen ist.

Immobilien als sichere Geldanlage?

Immobilen gelten als langfristig stabile Anlage, besonders wenn der Standort und die Marktbedingungen gĂŒnstig sind. Sie bieten nicht nur potenzielle Mieteinnahmen, sondern können auch von Wertsteigerungen profitieren.

Trotzdem zeigt sich ein Absinken der Renditen aufgrund gestiegener Immobilienpreise. Dazu kommen höhere Zinsen bei der Finanzierung.

Die Auswahl der Immobilien spielt eine entscheidende Rolle; eine grĂŒndliche Analyse und BerĂŒcksichtigung lokaler Trends sind unabdingbar, um langfristige Renditen zu erhalten. Zumeist ist das fĂŒr private Investoren zu komplex. Zudem wird die Rendite hĂ€ufig ĂŒberschĂ€tzt und liegt tatsĂ€chlich Deutschland bei 0,3 Prozent pro Jahr ĂŒber die letzten 53 Jahre.

Diversifikation ist der SchlĂŒssel

Jede Geldanlage birgt sowohl Vor- als auch Nachteile, und fĂŒr langfristigen Erfolg ist eine breite Diversifikation entscheidend.

Bei Aktien bedeutet das eine Streuung ĂŒber verschiedene LĂ€nder und Branchen, vorzugsweise durch einen regelmĂ€ĂŸigen Sparplan ĂŒber 15 Jahre. Diese Strategie ermöglicht es, Schwankungen besser auszugleichen und langfristig vom Markt zu profitieren.

Ein breit diversifiziertes Portfolio kann alle Anlageklassen umfassen, wobei beispielsweise 10 % in Gold, Rohstoffe, Bitcoin oder Immobilien investiert werden können. Dieser Anteil dient nicht nur als potenzielle Renditequelle, sondern trÀgt auch dazu bei, das Portfolio stabiler zu machen.

So kann ein ausgewogener Mix aus verschiedenen Anlageformen (auch Asset Allocation genannt) langfristig zu einer erfolgreichen und risikoarmen Geldanlage beitragen.

Wie hoch kann der riskante Anteil in meinem Portfolio sein?

Um herauszufinden, wie viel Geld du anlegen kannst, ist es von Bedeutung, die eigene RisikokapazitÀt und -tragfÀhigkeit sorgfÀltig zu analysieren.

Vielleicht kennst du ja die alte Daumenregel:

100 – Alter = Aktienquote

Diese ist schon lange nicht mehr aktuell. Vielmehr kommt es auf dich individuell an.

Stelle dir vor der ersten Investition folgende Fragen:

Fragen zur RisikokapazitÀt

Die RisikokapazitÀt bezieht sich auf deine finanzielle FÀhigkeit, Risiken einzugehen oder Verluste zu verkraften, ohne dabei die finanzielle StabilitÀt ernsthaft zu gefÀhrden.

Beispielhafte Fragen, um deine RisikokapazitÀt einzuschÀtzen:

  • Wie stabil ist meine finanzielle Situation?
  • Wie viel Kapital steht mir fĂŒr Anlagen zur VerfĂŒgung?
  • Welche kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen habe ich zu berĂŒcksichtigen?
  • Welchen Anteil meines Vermögens bin ich bereit zu investieren?

Fragen zur RisikotragfÀhigkeit

Die TragfĂ€higkeit betrifft deine FĂ€higkeit, langfristig finanzielle Verpflichtungen zu erfĂŒllen und finanziellen Ziele zu erreichen.

Beispielhafte Fragen, um deine RisikokapazitÀt einzuschÀtzen:

  • Inwiefern kann mein Einkommen in den kommenden Jahren steigen oder fallen?
  • Welche Auswirkungen haben große Ausgaben, wie zum Beispiel eine geplante Anschaffung, auf meine finanzielle Situation heute?
  • Welche RĂŒcklagen habe ich fĂŒr unvorhergesehene Ereignisse?
  • Wie stark bin ich von externen Faktoren wie Zinsschwankungen oder Wirtschaftslagen abhĂ€ngig?

Fragen zur emotionalen Belastbarkeit

Emotionale Belastbarkeit bei Investitionen bezieht sich auf deine FĂ€higkeit, in Zeiten von MarktvolatilitĂ€t, Unsicherheit und potenziellen Verlusten Emotionen zu kontrollieren und rationale Entscheidungen zu treffen. Es geht darum, wie gut du mit den Höhen und Tiefen des Finanzmarktes umgehen kann, ohne von Angst, Gier oder Panik ĂŒberwĂ€ltigt zu werden.

  • Wie reagiere ich auf Verluste oder Gewinne?
  • Wie viel Erfahrung habe ich mit stark schwankenden Anlagen?
  • Welchen Einfluss haben finanzielle Entscheidungen auf mein tĂ€gliches Leben?
  • Wie wichtig ist es mir, langfristige Ziele im Vergleich zu kurzfristigen Gewinnen zu verfolgen?

Mir hat der Risikorechner von extraetf geholfen, meine optimale Aktienquote zu berechnen. So kannst du deine Geldanlage gestalten, wie du es fĂŒr dich sinnvoll erachtest.

Sind Tagesgeldkonto, Festgeldkonten und SparbĂŒcher sichere Geldanlagen?

Keine Geldanlage im engeren Sinn sind Tagesgeldkonten, Festgelder, SparbĂŒcher oder Anleihen. Diese gehören zur Assetklasse Geldvermögen. Sie sind sinnvoll, um kurzfristig Geld zu parken, jedoch nicht empfehlenswert, sobald ein Zeithorizont von ĂŒber 10 Jahren ins Spiel kommt.

Der erhebliche Wertverlust durch die Inflation macht sich bei diesen Anlageformen deutlich bemerkbar. So musst du zwar keine KurseinbrĂŒche am Konto verkraften bei einer Wirtschaftskirse. Aber die Inflation halbiert dein Geld ĂŒber 18 Jahre.

Dazu kommt, dass ein Geldsparbetrag ĂŒber der Deutschen Einlagensicherung von 100.000 Euro bei einer Insolvenz der Bank weg ist. Ganz anders als Aktien, ist dein Erspartes am Konto kein Sondervermögen.

Über eine lange Zeit ist das klassische Sparbuch also ĂŒberaus riskant.

Geldmarktfonds als Alternative zum Tagesgeld?

Auch zur Anlagenklasse “Geld” gehören Geldmarktfonds oder Money Market Fonds. Das sind Finanzprodukte, die vorwiegend auf kurzlaufenden Staatsanleihen basieren. Ihr Ziel ist es, einen attraktiven Zins zu bieten, wĂ€hrend du tĂ€glich auf das Kapital zugreifen kannst.

Diese Fonds sind besonders geeignet, wenn du einen Betrag ĂŒber 100.000 Euro ĂŒber kurze Zeit parken möchtest oder wenn du das hĂ€ufige Wechseln fĂŒr die beste Rendite am Tagesgeldkonto scheust.

Die Vorteile liegen in Ă€hnlich hohen Renditen wie beim Tagesgeldkonto und Sicherheit vor einer Insolvenz deiner Bank. Schließlich bĂŒrgt ein Staat mit hoher BonitĂ€t fĂŒr das eingesetzte Kapital. So kannst du unabhĂ€ngig von der Höhe des Kapitals Zinsen erwirtschaften.

Allerdings gibt es auch Nachteile. Geldmarktfonds sind oft etwas schwieriger zu verstehen, vor allem fĂŒr Anleger, die weniger vertraut mit FinanzmĂ€rkten sind. Zudem sind sie im Vergleich zu einer echten Geldanlage weniger profitabel.

Sind Versicherungen eine Geldanlage?

Versicherungen sollten grundsÀtzlich getrennt von der Geldanlage betrachtet werden, da sie keine optimalen Anlageinstrumente sind. Wir haben das in diesem Beitrag zum Thema Riesterrente nachgerechnet. Die VersicherungsvertrÀge sind in der Regel teuer, unflexibel und unrentabel.

Es ist ratsam, Versicherungen ausschließlich fĂŒr NotfĂ€lle abzuschließen, die nicht durch den eigenen Notgroschen abgedeckt sind und die deine Existenz bedrohen könnten. Hierzu gehören die Haftpflichtversicherung sowie unter bestimmten UmstĂ€nden die BerufsunfĂ€higkeitsversicherung.

RegelmĂ€ĂŸiges Rebalancing deines Portfolios

Nicht nur wir Menschen, sondern auch deine Geldanlage kann gelegentlich aus der Balance geraten. RegelmĂ€ĂŸiges Rebalancing bietet eine Lösung, indem du die Verteilung deines Vermögens ĂŒberprĂŒfst und gegebenenfalls anpasst.

Wenn sich der Wert bestimmter Anlagen verĂ€ndert, kann das Gleichgewicht zwischen den Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Bargeld gestört werden. Rebalancing zielt darauf ab, diese Balance wiederherzustellen, indem du Teile deines Portfolios kaufst oder verkaufst, um die ursprĂŒngliche Aufteilung wieder herzustellen. Das hilft dabei, Risiken bei deiner Geldanlage zu steuern.

Der grĂ¶ĂŸte Fehler beim Geldanlegen

Der grĂ¶ĂŸte Fehler in Sachen Geldanlage wĂ€re zweifellos, gar nicht erst anzufangen. Mag es zu Beginn auch etwas erdrĂŒckend erscheinen, der Zinseszinseffekt macht deutlich: Je frĂŒher du beginnst, desto mĂŒheloser gestaltet sich der Vermögensaufbau.

Scheue dich nicht vor Fehlern, sie gehören dazu, besonders wenn es um Finanzen geht. Mit dem richtigen Money Mindset steht deinem Erfolg jedoch nichts im Wege.

Hast du dein Geld schon gewinnbringend angelegt? Was sind deine Erfahrungen dazu? Schreibe das in die Kommentare!

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